Baunebenkosten Bayern 2026: Was Sie neben dem Hauspreis wirklich zahlen
Der Fertighauspreis ist nur ein Teil der Rechnung. Baunebenkosten summieren sich in Bayern typischerweise auf 15–25 % des Grundstückspreises plus 10–20 % des Hauspreises. Wer das nicht einplant, steht am Ende mit einem Kostenschock da. Hier bekommen Sie die Aufschlüsselung, die die meisten Verkaufsgespräche verschweigen.
Kosten rund um den Grundstückskauf
Grunderwerbsteuer: 3,5 %
In Bayern liegt die Grunderwerbsteuer bei 3,5 % des notariellen Kaufpreises — einer der niedrigsten Sätze in Deutschland (Nordrhein-Westfalen z. B. 6,5 %). Für ein Grundstück von 100.000 € zahlen Sie also 3.500 € an das Finanzamt. Fällig kurz nach Notartermin.
Notar und Grundbucheintrag: ca. 1,5–2 %
Notarielle Beurkundung des Kaufvertrags plus Grundbucheintrag kosten zusammen typischerweise 1,5–2 % des Kaufpreises. Für 100.000 € Grundstück: 1.500–2.000 €. Die Beträge sind durch die Kostenordnung fest geregelt, keine Verhandlungsspielräume.
Maklercourtage (falls über Makler): 3,57 % (inkl. USt)
Seit Dezember 2020 gilt in Deutschland: Der Verkäufer trägt mindestens die Hälfte der Maklerprovision. Falls Sie über einen Makler kaufen, sind das für den Käufer üblicherweise 3,57 % (3 % netto + USt). Bei privatem Direktverkauf entfällt das komplett.
Kosten für Prüfungen und Gutachten
Bodengutachten: 800–2.000 €
Nicht Pflicht, aber dringend empfohlen. Ein Bodengutachten sagt Ihnen, welche Gründung Ihr Haus braucht — und ob Sie eventuell mit teurer Sondergründung rechnen müssen. In Regionen mit Karst (Fränkische Alb), Granit (Fichtelgebirge) oder Bergbau-Historie (Oberpfalz, Selb) besonders wichtig. Kosten liegen typisch bei 800–1.500 € für Standardgrundstücke, bis 2.000 € bei Sonderfällen.
Vermessung: 1.000–2.500 €
Amtliche Grenzvermessung und Höhenvermessung sind Voraussetzung für den Bauantrag. Meistens durch öffentlich bestellte Vermessungsingenieure. Kosten hängen von Grundstücksgröße und Aufwand ab.
Baugenehmigung: 300–1.500 €
Die Genehmigungsgebühr richtet sich nach dem Rauminhalt des Hauses und variiert je nach Landkreis. Für ein typisches Einfamilienhaus rechnen Sie mit 500–1.000 € Verwaltungsgebühr beim Bauamt.
Grundstücks-Vorbereitung
Erschließung: 10.000–40.000 €
Wenn Ihr Grundstück nicht voll erschlossen ist (Strom, Wasser, Abwasser, Straße, ggf. Glasfaser), müssen Sie Erschließungsgebühren zahlen. Die Bandbreite ist enorm — in Neubaugebieten oft schon im Grundstückspreis enthalten, bei Solitärgrundstücken schnell über 30.000 €. Klären Sie das VOR dem Kauf beim Bauamt der Gemeinde.
Bodenplatte: 25.000–50.000 €
Die Bodenplatte ist bei DANWOOD nicht im Hauspreis enthalten. Wir arbeiten mit regionalen Baupartnern zusammen, die die Bodenplatte zum Festpreis liefern. Kosten typischerweise 25.000–35.000 € für Standard, bei Hanglagen oder Sondergründung 40.000–50.000 €.
Erdarbeiten und Abbrucharbeiten: 5.000–15.000 €
Aushub, Wasserhaltung, Baustelleneinrichtung. Wenn ein Altbau abgerissen werden muss: zusätzlich 15.000–40.000 € Abbruchkosten je nach Bausubstanz.
Anschlüsse und Hausanschlussgebühren
Hausanschlüsse: 4.000–10.000 €
Strom, Wasser, Abwasser, ggf. Gas — die einmaligen Anschlussgebühren der Versorger. Manchmal in der Erschließung enthalten, oft nicht. Nachfragen bei Stadtwerken und Energieversorger.
Rund ums Haus
Außenanlagen: 15.000–40.000 €
Zufahrt, Terrasse, Wege, Zäune, Grundstücksgestaltung — nicht im Hauspreis. Wer nur das Notwendigste macht (Zufahrt asphaltieren, Wege pflastern, Terrasse aus Betonplatten): 15.000 €. Wer aufwändigere Landschaftsgestaltung wünscht (Steinmauern, Bewässerung, Sichtschutz): 30.000–40.000 €.
Küche und Möbel: variabel
Nicht im Fertighauspreis enthalten, gehören aber zur ehrlichen Gesamtkalkulation. Für eine solide Küche rechnen Sie 15.000–25.000 €, für Möbel bei komplettem Neubezug 20.000–40.000 € (viele Bauherren nehmen aber Vorhandenes mit).
Beleuchtung: 3.000–8.000 €
Deckenleuchten, Wandlampen, Außenbeleuchtung sind bei schlüsselfertigen Häusern typischerweise nicht enthalten — nur die Anschlüsse. Kalkulieren Sie einen mittleren vierstelligen Betrag.
Was Sie zurückbekommen: KfW-Förderung
KfW-40 mit QNG-Nachweis: Bis zu 150.000 € zinsgünstiger Kredit mit Zinssatz deutlich unter Marktniveau — plus Tilgungszuschuss. Die genauen Konditionen richten sich nach dem aktuellen KfW-Programm. Ein DANWOOD-Haus erreicht KfW-40 serienmäßig, QNG ist eine kostenpflichtige Zertifizierung, die sich fast immer rechnet.
Baukindergeld+: Auf Bundesebene ausgelaufen, aber einzelne bayerische Kommunen bieten weiterhin Familienzuschüsse für den Grundstückskauf. Fragen Sie bei Ihrer Gemeinde nach.
Beispielrechnung: DANWOOD-Fertighaus in Nordbayern
Für ein Standard-Projekt (Einfamilienhaus, 140 m² Wohnfläche, mittleres Nordbayern-Grundstück 600 m² für ca. 100.000 €):
- Grundstück: 100.000 €
- Grunderwerbsteuer 3,5 %: 3.500 €
- Notar/Grundbuch: 1.800 €
- Vermessung + Bodengutachten: 2.500 €
- Baugenehmigung: 800 €
- Erschließung (mittleres Szenario): 20.000 €
- Bodenplatte: 30.000 €
- Hausanschlüsse: 6.000 €
- Außenanlagen (Basic): 20.000 €
Baunebenkosten gesamt: ca. 84.600 € — plus der DANWOOD-Fertighaus-Festpreis (den Sie individuell mit mir besprechen).
Wichtig: Diese Rechnung ist ein Beispiel. Ihre reale Kalkulation kann deutlich abweichen — vor allem Erschließung, Bodenplatte und Außenanlagen sind lokal sehr unterschiedlich. Ich rechne Ihnen das kostenlos konkret für Ihr Grundstück durch.
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Weiterlesen: Grundstück kaufen: die Checkliste · So läuft der Hausbau ab · QNG-Siegel & KfW-Förderung
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